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Bluegrass

Der Bluegrass ist die wichtigste Stilrichtung, und wird hauptsächlich mit akustischen Instrumenten 
im 2/4-Takt gespielt. Charakteristisch sind die Virtuosität der Musiker, der mehrstimmige 
Satzgesang und die schnellen Instrumentalstücke. wie Fiddle, Banjo, Mandoline, Kontrabass und Westerngitarre. Die ursprüngliche Heimat des Bluegrass sind die Appalachen im Südosten der USA, 
Kentucky galt lange als bedeutendes Zentrum. So bezeichnet man Bluegrass noch oft als „Mountain Music“ oder „Old-Time Music“, obwohl sich dieser Begriff eher auf die traditionelle Volksmusik der Appalachen bezieht, aus der der Bluegrass hervorging.

Der gebräuchliche Name geht auf die Blue Grass Boys zurück, die Band von Bill Monroe, der als Urgestein der kommerziellen Bluegrass-Musik gilt. Aus dem Bluegrass entwickelte sich in den 1960er Jahren der Newgrass, der auch moderne Stilelemente übernahm.

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Country-Gospel

Er gehört zu den ältesten Stilrichtungen der Country-Musik. Charakteristische Merkmale sind 
die religiösen Inhalte und die einfach gehaltenen Arrangements. Den aus dem schwarzen Gospel 
bekannten Chorgesang gibt es in der Country-Variante nicht. Stattdessen wird häufig ein 
mehrstimmiger Satzgesang verwendet, der oft durch einen tiefen und prägnanten Bass ergänzt wird.

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Nashville Sound

Ab Mitte der 1950er Jahre verlor die Country-Musik gegenüber dem Rock ’n’ Roll dramatisch an Boden. 
Klassische Country-Instrumente wie Fiddle oder Pedal-Steel-Gitarre wurden nur noch selten eingesetzt. Während in den 1950er und 1960er Jahren noch die Traditionalisten vorherrschten, nahm Mitte der 1970er Jahre der Country-Pop überhand und verhalf dem Nashville-Sound zum Durchbruch. Viele Traditionalisten wie George Jones oder Loretta Lynn passten sich dem neuen Umfeld an. Andererseits schwenkten viele Künstler später auf den Neo-Traditionalisten-Boom ein.

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Western Swing

Der Western Swing wurde in den 1930er Jahren von Bob Wills und Milton Brown entwickelt. 
Er besteht im Wesentlichen aus einer Verbindung von traditioneller texanischer Musik mit Elementen 
des Blues und verschiedener Spielarten des Jazz und wurde im Laufe seiner Entwicklung von weiteren Stilrichtungen beeinflusst. 
Sein charakteristisches Merkmal ist die Verbindung von eigentlich eher urbanen Big Bands bzw. 
ihres typischen Sounds und dem eher ländlichen Cowboy-Image. Auf diese Weise entstand eine lebhafte, tanzbare Musik, die insbesondere in den großen Dance Halls von Texas und Oklahoma populär war. 
Der Western Swing gehörte zu den bedeutendsten Stilrichtungen der Country-Musik, hat aber seit Ende der 1940er Jahre an Bedeutung verloren.

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Honky Tonk

Der Honky Tonk entstand in den Clubs und Dance Halls rund um die texanischen Ölfelder, den 
sogenannten Honky-Tonk-Bars. Dort war es vielerorts so laut, dass die Instrumente 
elektrisch verstärkt werden mussten und ein Schlagzeug unverzichtbar war. 
Gespielt werden meist einfache und langsame 2/4-Takte, die durch ein spezielles Timing 
den typischen Groove bekommen. Die Texte befassen sich mit Alltagsproblemen und sind ungekünstelt und direkt. Sie haben mit den folkloristischen und heimatverbundenen Inhalten der 
traditionellen Country-Musik nur wenig gemein. 
Später wurde die Honky-Tonk-Musik zum Inbegriff der Stimmungsmusik der Südstaaten, in der sich fast alles um „Bier, Weib und Gesang“ dreht.

Instrumental ist er gekennzeichnet durch Fiddles, Honky-Tonk-Pianos und eine breite Palette 
von Gitarren (Elektrobässe, elektrische Slide- und Pedal-Steel-Gitarren, vereinzelt auch Dobros). Vertreten ist der Honky-Tonk-Stil bei nahezu allen Neo-Traditionalisten.

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Regionale Stilrichtungen und Modeströmungen

Western Music

Als Cowboy- oder Western Music wird eine Musikrichtung bezeichnet, die – romantisch verklärt – die Eroberung des amerikanischen Westens und das Leben der Cowboys zum Inhalt hat. 
Sie hatte ihren Höhepunkt während der 1930er und 1940er Jahre. Typisch für die Western Music ist neben Gitarre und Fiddle das Akkordeon, daneben oft mehrstimmiger Harmoniegesang. 
In der Cowboymusik werden die Weite der Landschaft und der Alltag in der Prärie, insbesondere die Bindung an die Pferde besungen. Die melodiösen, oft schmachtenden Balladen färbten 
stilistisch stark auf den Western Swing ab.
Eine Spezialität der Cowboy-Musik ist das „Blue Yodeling“, eine amerikanische Variante des Jodelns. 
Die Western Music hat zu allen Epochen auch auf andere Stilrichtungen abgefärbt: So war etwa die Musik von Interpreten wie Jimmie Rodgers und später Marty Robbins teilweise stark von der Cowboy-Musik inspiriert.

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Bakersfield Sound

Anfang der 1960er Jahre entstand im kalifornischen Bakersfield eine an Rockabilly und 
Honky Tonk angelehnte Variante der Country-Musik, bei der erstmals elektrisch verstärkte 
Instrumente vorherrschten. Gegenüber dem weichen Nashville Sound klangen die Gitarren hart und höhenbetont. Die Arrangements waren einfacher. Geprägt wurde der Bakersfield Sound von Interpreten wie Buck Owens oder Merle Haggard und ab Mitte der 1980er Jahre von Dwight Yoakam.

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Outlaw
Seit Anfang der 1960er Jahre hatten in Nashville die Produzenten mehr und mehr an Macht gewonnen. Die eigentlichen Interpreten hatten kaum noch Einfluss auf die musikalische Gestaltung und Songauswahl. Einige Stars, allen voran Waylon Jennings, Willie Nelson, Johnny Cash und Kris Kristofferson – auch 
als The Highwaymen bekannt –, begannen daraufhin, ihre Platten selbst zu produzieren. Es schlossen sich immer mehr Musiker an, und die Outlaw-Bewegung beherrschte die Szene.

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Rockabilly

Rockabilly war die erste rein weiße Spielart des Rock ’n’ Roll und entstand, als junge weiße Musiker den schwarzen Rhythm & Blues interpretierten und mit Country-Elementen vermischten. 
Der Boom dieser Musik beschränkte sich auf die amerikanischen Südstaaten und auf die Zeit etwa zwischen 1954 und 1957. Merkmale sind sparsame Besetzung mit Kontrabass, der perkussiv gespielt wird, elektrische Leadgitarre und nervöser „Schluckaufgesang“. Häufig wird ein Bandecho verwendet, was dem Rockabilly einen „blubbernden Groove“ verleiht.

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Country-Pop
Diese Stilrichtung ist eine „weiche“, an Popmusik orientierte Seite der Country-Musik, die je 
nach Mode mehr oder weniger in den Vordergrund tritt. Beispiele sind unter anderem der Nashville Sound, der Ende der 1950er bis weit in die 1960er die kommerzielle Country-Musik-Produktion bestimmte. 
In den 1970er Jahren wurden Country-Songs immer stärker in den Pop-Charts gespielt (Dolly Parton oder John Denver) oder Popmusiker nahmen Country-Songs auf.
Diese Tradition wurde in den 1980er Jahren fortgeführt. Einige weibliche Interpreten, die während der 1990er Jahre stark vom Neo-Traditionalismus geprägt waren, wandten sich später verstärkt wieder dem Country- aber auch dem Mainstream-Pop zu.
Neo-Traditionalisten versuchten sich zeitweise im Country-Pop, mit dem die führenden Plattenfirmen um das Jahr 2000 im Rahmen einer finanziell bedingten Crossover-Strategie auch die amerikanischen Pop-Stationen mitbedienen wollten. Mit Ausnahme weniger Erfolge, scheiterte die Strategie jedoch an den Hörgewohnheiten des Publikums, die meisten Künstler kehrten in ihr Genre zurück. Die Country-Charts teilen sich in traditionelle und eher poporientierte Interpreten.

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Country-Rock

Der Country-Rock verbindet die oben genannten Musikgattungen des Outlaw und Southern Rock mit Rockabilly und traditionellem Blues. Vom reinen Roots Rock unterscheidet ihn nur die musikalische Aufbereitung wie glatter Sound, eingängige Rhythmen und Einbindung typischer Country-Instrumente wie Fiddles und 
Steel-Guitars neben diversen E-Gitarren. Stark behaupten konnte sich der Rock in der modernen Line-Dance-Szene, die in innigem Austausch mit dem Country-Mainstream steht; auch der neotraditionelle Honky Tonk wurde teilweise vom Country-Rock beeinflusst.

Die moderne Country-Musik (New Country) der Hitparaden ist teilweise stark mit Rockelementen angereichert.

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Tex-Mex

In den USA verbreitet im Südwesten und in Texas. Wird auch als Norteño oder Tejano bezeichnet. 
Die Bands benutzen hauptsächlich dreireihige Akkordeons und „Bajo-Sextos“, wie der 6-saitige Bass bezeichnet wird. In den USA gibt es eine Reihe bekannter Tex-Mex-Stars wie Freddy Fender, 
Flaco Jiménez und dessen Bruder, Santiago Jiménez, Janie C. Ramírez und viele andere, vorwiegend Gruppen, die als Conjuntos bezeichnet werden. 
Die Musik besteht vorwiegend aus Balladen, Polkas, Boleros und Rancheras. Aus dem Tex-Mex-Umfeld 
stammen auch einige bekannte Neo-Traditionalisten, wie etwa Rick Trevino, Johnny Rodriguez oder der in beiden Welten beheimatete Emilio Navaira sowie Rockbands wie das Sir Douglas Quintet.

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Cajun-Musik

Cajun-Musik ist die jahrhundertealte traditionelle Musik der frankophonen, Cajuns genannten 
Einwanderer, die im Cajun Country im US-Bundesstaat Louisiana leben.

Die Musik der Akadier wurde über viele Generationen überliefert, es gibt bis heute keine geschriebenen Noten. Früher wurden die Lieder nur auf Fiddles gespielt, begleitet mit Löffeln (Cajun spoons) und „Tit-fer“ (kleines Eisen), einem Triangel, als Rhythmusinstrumenten. Deutsche Einwanderer brachten um 1880 das deutsche Melodeon (Handharmonika, diatonisches Knopfakkordeon) mit, das heute Cajun Accordion heißt. Das wurde um 1920 nach Umstellung auf die zu den Fiddles besser passenden Tonarten C-Dur und D-Dur rasch in die Musik integriert, da es quasi unverwüstlich und ausreichend laut ist.

Die Cajuns spielen heute noch die Musik abends mit Freunden zu Hause auf der Veranda, und am Wochenende trifft sich die Bevölkerung in großen Hallen und Schuppen zum Tanz (au bal), dem Fais Do Do. Dessen Übersetzung bedeutet „schlaf ein“ und meint, dass früher der abendliche Ball den Erwachsenen vorbehalten blieb, während die Kinder nebenan schlafen gelegt wurden. Da diese Veranstaltungen schon immer geräuschvoll waren und es früher keine elektrische Verstärkung gab, mussten die Sänger in der Halle sehr laut singen. In den 1930er Jahren kam die Gitarre als Instrument hinzu, dann der Kontrabass, das Schlagzeug, später auch die Pedal-Steel-Gitarre der Country-Musik und gelegentlich das Banjo aus dem Bluegrass.

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(Quelle Wikipedia)